Hier finden sich verschiedene Berichte aus "Aktuelles"



Unser nächster Vortrag am 29.09.2017:
„Die Burgen im Oberen Kinzigtal“
(PDF)


Vortrag der Mitgliedergruppe Hausach
am 09. Juni 2017
„Reformation im Kinzigtal“
(PDF)


Unsere nächste Veranstaltung
am Freitag, den 05. Mai 2017
(PDF)


Unsere nächste Veranstaltung:
„Revolutionäre Jahre in Schiltach 1917-1919 in Schiltach“
am 10. März 2017

(PDF)


Mitgliederversammlung am 13.01.2017
Agenda und Einladung Kurzvortrag (PDF)


Jahresprogramm der befreundeten Mitgliedergruppe Rheinau
(PDF)


Unsere Terminübersicht des laufenden Jahres
Planung 2016 (PDF)


Nibelungenlied 25.11.2016
Hinweis (PDF)


Hinweis auf Vortrag
Bilder als Propaganda im Krieg 1914
Hinweis (PDF)


Unsere nächste Veranstaltung:
Literarisches Gespräch am 02.06.2016
Vortrag (PDF)


Wiederholung Vortrag am 29.04.16:
Andreas Harter – Bauernvogt von Kaltbrunn
Vortrag (PDF)


Hinweis auf Veranstaltung am 11.03.2016:
ABNOBA - Göttin des Schwarzwaldes


Hinweis auf unsere nächste Veranstaltung
„Das Geheimnis der Raunächte“
(PDF)


Hinweis auf Vortrag mit Prof. Kunze in Hausach am Freitag, 20.11.2015
(PDF)

Hinweis auf Foto-Ausstellung „Kleindenkmale in Schiltach und Schenkenzell“
vom 17. - 19.10.2015
(PDF)

Hinweis auf unsere Kleindenkmal-Exkursion
am 22.08.15
(PDF)

Hinweis auf Vortrag Dr. Schwendemann
Einladung (PDF)

Hinweis auf die erste "Franz-Kinle-Ausstellung" in Schenkenzell
Einladung und Plakat (PDF)


Hinweis Vortrag „Bergbauliche Erkundungen“
Hier finden Sie unsere Einladung als pdf.
(PDF)




Werke von Franz Kinle gesucht:
Ausstellung will an Schenkenzeller Heimatkünstler erinnern



Die Mitgliedergruppe Schiltach/Schenkenzell im Historischen Verein für Mittelbaden veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schenkenzell im kommenden Jahr zur Erinnerung an den Schenkenzeller Heimatkünstler Franz Kinle (1904 - 2001) eine Ausstellung seiner Werke, die Vorbereitungen hierzu sind bereits angelaufen.

Die Ausstellung wird in der Zeit vom 10. bis 19. April 2015 im „Haus des Gastes“, Landstraße 2 in Schenkenzell zu sehen sein.

Franz Kinle, geboren in der damals selbständigen Gemeinde Bergzell und von Beruf Sägearbeiter, war ein Talent mit großer künstlerischer Bandbreite. Während des Krieges, als er in Norwegen stationiert war, malte er Aquarelle, die per Feldpost seine Familie in der Heimat erreichten.

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Sonnenuntergang in Norwegen


In französischer Kriegsgefangenschaft begann er zu schnitzen, ab den 1950er Jahren entstanden Ölgemälde, wobei sein Schwerpunkt auf Landschaften und Portraits lag.

Über die Jahre fertigte er auch Kulissen für zahlreiche Theater-Vorführungen der Schenkenzeller Vereine sowie humorvolle Plakate und Wegweiser für die Volkswandertage. Vieles hiervon ist leider nicht erhalten.
Etwa 120 Werke verschiedenster Art befinden sich heute noch in Besitz der Familie Kinle. Dies ist bereits ein bedeutender Grundstock für die kommende Werkschau.

Darüber hinaus ist anzunehmen, dass im einen oder anderen Haushalt in Schenkenzell und Umgebung noch weitere Gemälde und Schnitzwerke des Künstlers anzutreffen sind.

Sollten Sie Eigentümer eines entsprechenden Werkes sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem Mitglied des Organisationsteams

Willy Schoch
(Tel. 07836/2082 oder per Mail: willyschoch@web.de)


Nach Sichtung der zur Verfügung stehenden Exponate wird das Team eine Auswahl für die Werkschau treffen.



Schenkenzell, den 14. November 2014.






Hans Harter führt durch die Ausstellung „Die Flößerei im Bilde der Kunst“

von Reinhard Mahn

Ein aufmerksames Publikum traf sich am Freitag, den 14. Juni 2013 zur Sonderführung im „Museum am Markt“. Hans Harter nahm die Besucher dabei auf eine Zeitreise mit – zurück ins 19. Jahrhundert, die letzte Blüte der Kinzigflößerei.

Dabei sprach er die zu verschiedenen Themenkreisen zusammengestellten Ausstellungsstücke einzeln an, gab Hintergrundinformationen zu den Malern, zu Auftraggebern und Motiven sowie zu Leihgebern und Maltechniken. Die Ausstellung umfasst aufschlussreiche Darstellungen zum eigentlichen Flößerhandwerk und zur Wahrnehmung der Flößerei im Städtle, berücksichtigt beispielhaft aber ebenso die Waldbauern als Verkäufer der Handelsware, die Schiffer als Unternehmer und Kapitalgeber und schließlich natürlich die Flößer selbst. Zeitgenössische Darstellungen, wie gefahrvoll und dramatisch so manche Fahrt verlaufen konnte, gaben Einblick in einen harten Arbeitsalltag, der erst in späteren Zeiten eine gewisse romantische Verklärung erfuhr.

Aufgrund der positiven Resonanz wurde die abendliche Sonderführung am 19. Juli 2013 mit Erfolg wiederholt. Dieser Veranstaltung wird in den nächsten Wochen eine weitere Führung folgen. Bitte beachten Sie zu gegebener Zeit die Hinweise in der Tagespresse und im ANB.

Die Ausstellung ist bis 29. September 2013 täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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Ausstellung „Flößerei im Bilde der Kunst“ eröffnet
Sonderschau im „Museum am Markt“ portraitiert bis Ende September 2013 die Flößerei im 19. Jahrhundert


Vom Martina Baumgartner

Die Idee zu einer Ausstellung über ihr Gewerbe hatten die Schiltacher Flößer am Internationalen Flößertag im katalanischen La Pobla de Segur im letzten Jahr. In Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Mittelbaden, Mitgliedergruppe Schiltach, und unter Schirmherrschaft der Stadt Schiltach entstand sodann eine äußerst sehenswerte Kunstausstellung. Zahlreiche Leihgaben unterschiedlichster Bilder von verschiedenen Künstlern machten „Flößerei im Bilde der Kunst“ schließlich erst möglich und dafür bedankte sich Bürgermeister Thomas Haas bei der Begrüßung des zahlreich erschienenen Publikums zur Vernissage im „Museum am Markt“.
Nach einführenden Worten des Stadtarchivars Andreas Morgenstern erklärte Historiker und Flößer Hans Harter in seiner Eröffnungsrede, dass lange »Holzschlangen« bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das Stadtbild Schiltachs prägten. Das Leben mit und durch die Flößerei ist Motiv zahlreicher Malereien, die Harter und sein Team zusammentragen konnten. Der Besucher findet sich in der Ausstellung durch eine Gliederung nach Themen bestens zurecht. Bildlich beschrieben sind die Techniken der Flößerei, Bauernfürsten und Holzbarone, Schiltach als Flößerstadt, das Flößerlied und eine eindrückliche Alltagsszene an der Schiltacher Stadtbrücke. Die Flößerei als Wagnis, das Ende der Flößerei durch Fabriken und Eisenbahn sowie die Flößerei anderswo ist im letzten Teil der Ausstellung zu sehen.
Eindrücklich stellen die Werke von Heinrich Eyth (1851-1925) und seinem Bruder Karl Eyth (1856-1929) Alltagsszenen an noch heute eindeutig erkennbaren Plätzen in Schiltach dar, die ahnen lassen wie präsent die Arbeit der Flößer im Städtle-Alltag war. Leider gibt es zur Technik des Handwerkes kaum schriftliche Quellen, so dass die detailgenauen und fast schon technischen Skizzen des Schwarzwaldmalers Wilhelm Hasemannn (1850-1913) ein wahrer Schatz für die Kameraden des heutigen Flößervereins sind. Hier könne man genau erkennen, wie beispielsweise ein Floß zusammengebunden werden muss und wie die Werkzeuge der Vorgänger überhaupt ausgesehen hätten. Auch der Schiltacher Künstler Eduard Trautwein (1893-1973) war begeistert von den Flößermotiven, die er auf zahlreichen Gemälden festhielt.
Nicht nur die in dieser Ausstellung gezeigten Holzbarone, Schiffer und Flößer hätten ihr Geld mit der Flößerei gemacht, sondern auch die Besitzer der Wälder, so stellte Harter den thematischen Zusammenhang zwischen Flößerei und Bauernfürsten her. Dass sich Franz Hauer und seine Frau Regina Josefa aus Kaltbrunn und die Holzbarone überhaupt porträtieren ließen, zeige deren Selbstverständnis. Zwei eindrückliche Porträts des stattlichen Ehepaares Hauer konnten für diese Ausstellung von Peter Brand ausgeliehen werden. „Die hingen plötzlich irgendwann bei meiner Großmutter im Haus. Und nach erfolgter Restauration der Malereien haben wir hier ein Zeugnis für den Wohlstand, der durch Flößerei zustande kam“, erinnert Brand.
Wie die Landschaft durch den massiven Holzeinschlag verändert wurde, zeigen Skizzen von Geometer Weber und anderen Malern. Die Schussfahrt durch die „Hölle“ von Wilhelm Hasemann ist sicher das Highlight dieser Ausstellung, so Harter, und er freue sich, dass hier auch die Gefährlichkeit des Handwerks dargestellt werde. Wie die Flößerei zu Ende ging zeigen zwei Bilder am Hohensteinfelsen. Das Industriegebäude der Nähfadenfabrik im Hintergrund des Floßes auf der Kinzig lässt den Betrachter ahnen, dass hier eine andere Zeit hereingebrochen ist und mit dem Anschluss der Eisenbahn das prägende Bild der »Holzschlangen« auf der Schiltacher Kinzig bald der Vergangenheit angehören musste. Viele weitere Bilder zeigen die lange Geschichte der Flößerei mit Schwerpunkt im oberen Kinzigtal.
Die bei der Ausstellung „Flößerei im Bilde der Kunst“ betonte künstlerische Perspektive wird trefflich ergänzt durch die zeitgleich in der Hansgrohe-Aquademie (Auestraße) gezeigte Ausstellung „Bambus oder Schwarzwaldtanne - Flöße dieser Erde“ (bis Ende Juli 2013).
Das „Museum am Markt“ ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet, die Hansgrohe-Aquademie werktags von 7.30 bis 19.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 16.00 Uhr.

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Aus der Mitgliederversammlung
am Freitag, den 13. Januar 2012, im Gasthof „Sonne“ in Schiltach


Zur jährlichen Mitgliederversammlung konnte Peter Rottenburger als Sprecher des Initiativkreises insgesamt 24 Mitglieder und zahlreiche Gäste, darunter auch Prof. Dr.-Ing. Rolf Pfefferle aus Wolfach, eine stattliche Anzahl von Nachfahren des Schiltacher Flößers Abraham Koch sowie Herrn Rombach als Vertreter der Presse begrüßen.

Peter Rottenburger stellte Willy Schoch (Schenkenzell) und Dr. Michael Hensle (Stadtarchiv) als neue Mitglieder des Initiativkreises vor, erläuterte den Anwesenden die Struktur dieser Mannschaft und verwies darauf, dass die Mitgliedergruppe Schiltach kein Verein im eigentlichen Sinne sei sondern lediglich den Status eines „nichteingetragenen“ Vereins besitze. Für die Zukunft sei eine Änderung wünschenswert, allerdings sei der Meinungsbildungsprozess dazu noch nicht abgeschlossen.

Danach verlas Schriftführer Reinhard Mahn den Jahresbericht 2011. Zu den wichtigsten Aktivitäten im zurückliegenden Jahr zählten

Im
Januar die Mitgliederversammlung mit einem Referat von Dr. Hans Harter zu „Großherzog Friedrich I von Baden und die Schiltacher Flößer“

März: Vortrag von Dr. Hans Harter „Gründung und Geschichte des Klosters Alpirsbach“ mit am nächsten Tag folgender Exkursion inkl. Klosterführung

ab Mai bis in den Dezember: Sechs Zeitzeugenbefragungen zu Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen aus den Jahren 1929 bis 1949

Juni: Vortrag von Dr. Helmut Horn „Woher kommt der Name Kinzig? Woher kommt der Name Schiltach?“

Oktober: Veröffentlichung der „Ortenau“ 2011 mit einem aufschlussreichen Beitrag von Dr. Hans Harter zum Thema „Schiltacher Schiffer an Wutach, Hochrhein, Bodensee und Kinzig“ und Wahl von Klaus G. Kaufmann (Haslach) anlässlich der Jahresversammlung des Historischen Vereins für Mittelbaden e.V. zum Präsidenten des Vereins

November: Vortrag von Peter Brand „Die Karlins – Leben und Werk der Schiltacher Linie von 1851 bis heute“ und Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation des „Museum am Markt“ zum Ende der ersten Museums-Saison nach der grundlegenden Umgestaltung

übers Jahr vier Zusammenkünfte des Initiativkreises sowie zahlreiche Besuche auswärtiger Veranstaltungen (Vorträge, Fachgruppensitzungen, Feierstunden usw.)


Rottenburger ging anschließend vor allem nochmals auf die zurückliegenden Vorträge und die Zeitzeugengespräche ein. Er informierte, dass der Landkreis Rottweil in den Jahren 2012 und 2013 alle
Kleindenkmale innerhalb seiner Kreisgrenzen erfassen wolle und Dr. Hans Harter mit der Organisation und Koordination dieser Aufgabe im westlichen Kreisgebiet beauftragt wurde. Die Bestandsaufnahme im Bereich Schiltach/Schenkenzell bedeutet für die Mitglieder des Initiativkreises eine äußerst interessante, aber auch zeitaufwändige Zusatzaufgabe.

Den Zuhörern konnte der Sprecher des Initiativkreises für das Jahr 2012 vier fest eingeplante Vortrags-Veranstaltungen ankündigen:


16.03.12
„Wirtshausnamen und ihre Bedeutung“ mit Klaus Grimm

27.06.12 „Burgfrieden (Schenkenzell) und Mayerschaft (Bergzell)“
mit Willy Schoch, in Schenkenzell

Sept/Okt. „60 Jahre Südweststaat“ (Dr. Michael Hensle)

Nov./Dez.
„Unsere Familiennamen“ (Prof. Konrad Kunze)

Außerdem plane man für und mit den Mitgliedern eine Fahrt mit der Bahn nach Karlsruhe, um im frühen Herbst die Ausstellung „900 Jahre Baden“ zu besuchen. Nähere Informationen dazu gibt es im Laufe des Sommers.

Bei der anschließenden Aussprache wurde der Wunsch geäußert, in Schiltach bei nächster Gelegenheit eine Straße nach den Römern zu benennen. Alternativ wäre als erster Schritt auch ein Hinweis im Städtle auf die ehemals über unsere Gemarkung führende römische Straße von Straßburg nach Rottweil denkbar. Ferner wurde an die im Dornröschenschlaf liegenden spärlichen Reste der Burg Schiltach und an eine notwendige Mauersicherung an der Südseite des Schlossbergs erinnert. Weiter sei wünschenswert, dass auf dem Schlossbergplateau für Einheimische wie Touristen eine historisch korrekte Beschilderung angebracht würde.

Abschließend wies Rottenburger auf die im Werden befindliche Ausstellung zu
Werner Leonhard hin, einem Künstler, der mehrere Jahre in Schiltach lebte, langjährige Beziehungen zur Familie Karlin pflegte und u. a. viele Schiltacher Bürger portraitierte. Die Konzeption wurde von Peter Brand erarbeitet, die Umsetzung obliegt einem kleinen Team unter seiner Leitung. Die Ausstellung wird vom 21.04. bis 30.09.2012 im „Museum am Markt“ zu sehen sein.

Als besonderer Höhepunkt des Abends folgte nun ein gewohnt kurzweiliges und informatives Kurzreferat von Dr. Hans Harter. Unter dem Titel
„Schiltacher Flößer an der Ybbs in Niederösterreich“ schilderte der Referent seine Nachforschungen und Erkenntnisse zu diesem Unternehmen.

Angefangen habe alles mit einer Fotografie, deren Einordnung in die Topographie des Kinzigtals trotz großer Anstrengung nicht möglich war. Auch gebe es in Schiltacher Familien und im Archiv Erinnerungsstücke aus der niederösterreichischen Kleinstadt Waidhofen, was auf die Spur des Schiltacher Flößers Abraham Koch führte, der in den 1860er Jahren im Auftrag einer Straßburger Holzhandels-Compagnie die Möglichkeiten zur Floßbarmachung verschiedener niederösterreichischer Gebirgsflüsse auslotete und schließlich die Ybbs als floßtauglich erkannte.

Koch warb im Kinzig- und Wolftal weitere Flößer an und ließ auch seine Familie in die Ferne nachfolgen. Die Fahrt des ersten Floßes nach Schwarzwälder Art wurde im Kaiserreich Österreich-Ungarn als Sensation und enormen Fortschritt gefeiert. Zwanzig Jahre befuhren Gestörflöße „Schwarzwälder Art“ die Ybbs, bevor das Zeitalter der Flößerei auch hier zu Ende ging. Veranschaulichen konnte Dr. Harter seine Ausführungen mit seltenem und erlesenem Bildmaterial, das den Zuhörern und Zuschauern einen lebendigen Einblick in die damaligen Geschehnisse und von der dortigen Landschaft vermitteln konnte
(> Eine Audio-Aufzeichnung des Vortrages kann in der Rubrik Themen - Vorträge auf dieser Homepage nachgehört werden).

Danach endete das offizielle Programm, es folgte ein „Stammtisch“ zum gemütlichen Verweilen und zum Austausch, was gerne angenommen wurde.


Schiltach, den 31. Januar 2012


Reinhard Mahn


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Jahresband „Die Ortenau 2011“ ist erschienen

Jedes Jahr im Oktober ist es wieder soweit: Rechtzeitig zur Jahreshauptversammlung des
Historischen Vereins für Mittelbaden e.V. werden den Mitgliedergruppen die druckfrischen Jahrbücher zugestellt und zügig an alle Vereinsmitglieder verteilt. Statt des früher charakteristischen beigefarbenen Einbands ist der Umschlag seit 2010 in einem leuchtenden, freundlichen Rot gehalten. Die neue Aufmachung möchte zusätzlich zu den bisherigen treuen Mitgliedern weitere geschichts- und heimatinteressierte Leser ansprechen.

Bei Durchsicht des gut 600seitigen Bandes bestätigt sich der Eindruck, dass die Verfasser der
fundierten Beiträge und der Redakteur wieder gute Arbeit geleistet haben. Das Schwerpunktthema des Jahrbuches 2011 beschäftigt sich mit „Unternehmens- und Unternehmergeschichte in Mittelbaden“, dazu gibt es wie gewohnt eine Fülle freier Beiträge zu unterschiedlichen geschichtlichen Epochen und Ereignissen.

Nachdem im vergangenen Jahr Dr. Helmut Horn in einem spannenden Beitrag seine Forschungen zur Herkunft des Flussnamens „Kinzig“ darlegte, enthält die aktuelle Ausgabe der „Ortenau“ mit einer aufschlussreichen Arbeit von Dr. Hans Harter wiederum einen Artikel eines Schiltacher Geschichtsexperten. Entsprechend dem Leitthema berichtet er ausführlich von unternehmerischen Aktivitäten Schiltacher Schiffer, die sich ab den 1830er Jahren zusehends Richtung Süden orientierten und dabei neue Betätigungsfelder an Wutach, Hochrhein und Bodensee fanden. Harter richtet seine Aufmerksamkeit diesmal bewusst auf die Kapitalgeber, die Gesellschafter und Holzhändler. Er erläutert anschaulich die Gründung der Wutach-Floß-Gesellschaft, die immensen Anstrengungen zur Floßbarmachung von Wutach und Steina und zeigt die Gründe auf, warum das Unternehmen letztlich doch scheiterte. Auch Bemühungen um neue Geldgeber brachten keinen dauerhaften Erfolg. Erschwerend kam hinzu, dass billigeres Holz aus Oberschwaben und dem Allgäu seinen Weg über Bodensee und Hochrhein nach Basel nahm und ernsthaft mit dem Schwarzwaldholz konkurrierte. Im Gegenzug öffnete die Inbetriebnahme des Rhein-Rhone-Kanals den Tannen- und Fichtenstämmen aus dem Südschwarzwald aber auch den Weg bis ans Mittelmeer.

Der Autor portraitiert anschaulich einzelne Schiltacher Unternehmerpersönlichkeiten und spannt schließlich den Bogen zum ausgehenden 19. Jahrhundert, als enormer technischer Fortschritt und das damit verbundene unausweichliche Vordringen der Eisenbahn das Ende der jahrhundertealten Form des Holztransports zu Wasser besiegelten.

Die Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Schiltach an einen verdienten Heimatforscher, die Besprechung des Bandes „Schiltach – Lieder und Gedichte“ sowie der Tätigkeitsbericht der Mitgliedergruppe Schiltach sind weitere Beiträge mit engem Bezug zum oberen Kinzigtal.

„Die Ortenau“ 2011 kann über den Buchhandel oder den Initiativkreis des Historischen Vereins erworben werden. Die Mitglieder erhielten den Jahresband zum Vorzugspreis, denn der Bezug ist im Jahresbeitrag bereits enthalten. Gerne können Sie auch über unsere Homepage HYPERLINK "http://www.geschichte-schiltach.de"
www.geschichte-schiltach.de mit uns in Kontakt treten. (rm)


Aus der Mitgliederversammlung im Gasthof „Sonne“ 2010

Am 14. Januar lud der Historische Verein Schiltach seine Mitglieder zur Jahresversammlung ein, die allen Interessierten einen Rückblick auf 2010 und einen Ausblick aufs laufende Jahr bieten wollte. Peter Rottenburger als Sprecher des Initiativkreises hieß die Zuhörer herzlich willkommen, namentlich konnte er Herrn Bürgermeister Haas und Frau Götz vom Förderverein Stadtmuseum aus Hornberg (Nachbarverein innerhalb des Historischen Vereins für Mittelbaden e.V.) begrüßen. Schriftführer Reinhard Mahn gab anschließend einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Zum einen waren dies Sitzungen des Initiativkreises und des Ausschusses für die Neugestaltung des „Museum am Markt“, zum anderen eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die, sofern sie öffentlich waren, einen regen Zuspruch verzeichnen konnten:

- Vortrag über „Die Flößerei im obersten Kinzigtal“ mit Karl-Martin Hummel - Erkundung der Burgruine Irslingen mit Heimatfreunden aus Irslingen, ergänzt durch fachkundige Erläuterungen zum Geschlecht der „Urslinger“ von Dr. Hans Harter - Vortrag „1810 – Schiltach wird großherzoglich badisch“ mit Dr. Hans Harter - Ausstellung „Schiltach 200 Jahre bei Baden“ (einschließlich Postkartenausstellung) im Rathausfoyer anlässlich des Stadtfestes - Erster „Stammtisch der Geschichtsfreunde“ - Mitwirkung am Kinderferienprogramm unter dem Motto: „Schiltach – Burg und Stadt“ - Zum „Tag des Denkmals“ Referate von Peter Rottenburger, Dr. Hans Harter und Carsten Kohlmann sowie Wanderung entlang der ehemaligen Bahnstrecke Schiltach-Schramberg - Vortrag und Exkursion: „Heinrich Hansjakob und das Obere Kinzigtal“ mit Klaus Grimm - Wiederholung unserer Ausstellung im Rathausfoyer anlässlich des Bauernmarktes - Teilnahme an den Feierlichkeiten „100 Jahre Historischer Verein für Mittelbaden“ in Offenburg

Peter Rottenburger nahm anschließend verschiedene der angesprochenen Punkte auf, gab Erläuterungen zum neuen Museumskonzept und leitete zum Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen und Themen im Jahr 2011 über. Dabei konnte er bereits die folgenden, fest eingeplanten Termine ankündigen:

18.03.11 Vortrag: „Kloster Alpirsbach – Gründung und Geschichte“ in Schenkenzell mit Dr. Hans Harter 19.03.11 Exkursion mit dem Referenten als Ergänzung zum voran- gegangenen Vortrag (Anmeldung bei der VHS erforderlich!) 27.05.11 Vortrag: Sprachwissenschaftliche Erklärungsansätze für die Namen „Kinzig“ und „Schiltach“ mit Dr. Helmut Horn 18.11.11 Vortrag: „Die Familie Karlin – Familien- und Firmengeschichte“ mit Peter Brand

Die Leitung und Gestaltung des Kinderferienprogramms wird erstmals unser Mitglied Klaus Grimm übernehmen. Auch die Nutzung und Ausgestaltung der im Laufe des Sommers zurück erwarteten restaurierten roten Triebwagen wird die Aufmerksam des Vereins erfordern. Ein zentrales Thema für den Initiativkreis wird jedoch die Beschäftigung mit einem düsteren Kapitel der Zeitgeschichte sein. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, die Zeitspanne beginnend mit der Weltwirtschaftskrise über das „Dritte Reich“ bis zum Ende der Besatzungszeit, also etwa die Jahre 1929-1949 genauer unter die Lupe zu nehmen und für unsere Region möglichst Stück für Stück aufzuarbeiten. Über die Ansätze zu diesem Vorhaben finden derzeit erste Gespräche statt. Mit Spannung wurde anschließend ein kurzweiliges und informatives Referat von Dr. Hans Harter erwartet, das sich dem Thema „Großherzog Friedrich I von Baden und die Schiltacher Flößer“ widmete und den Zuhörern viel Insider-Wissen zum Verhältnis der Schiltacher und Lehengerichter zu ihrem Herrscherhaus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermittelte. Ergänzt wurden diese Fakten durch seltene und wenig bekannte frühe Fotografien. Ausschnitte aus diesem Vortrag wurden am Mittwoch, den 09. Februar 2011 vom Autor auf der Schiltach-Seite des „Schwarzwälder Boten“ veröffentlicht. Der gesamte Vortrag ist auch als Audio-Mitschnitt auf dieser Homepage www.geschichte-schiltach.de („Themen“) nachzuhören. Zum Abschluss ergriff Bürgermeister Haas das Wort, würdigte die Arbeit des Historischen Vereins, wies gleichzeitig auf weitere mögliche Betätigungsfelder hin und machte damit deutlich, dass es auch in Zukunft genügend Themen für eine erfolgreiche Vereinsarbeit geben werde. 01. Februar 2011 Reinhard Mahn, Schriftführer